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Gedankenkontrolle – ein Ziel der Geheimdienste? Was ist dran und was brachten die Experimente bisher? MK Ultra, das CIA Programm zur Bewusstseinsveränderung.

Im kalten Krieg, 1953, begann die CIA ihre Forschung der Bewusstseinsveränderung. Die Frage war: wie weit lässt sich das menschliche Bewusstsein manipulieren? Code-Name des Programms: MK Ultra. Die besten Techniken zur Kontrolle des Bewusstseins sollten darin erforscht werden.

Ziele von MK ULTRA

Die Ziele des Programms “MK Ultra” umfassten im Grunde zwei Bereiche:

  • Geheimnisse von Feinden erfahren. Eigentlich hatte die CIA schon nach Kriegsende Drogen an NS-Aktiven und Wissenschaftlern ausprobiert. Aber das war zu wenig geplant und hatte teils nicht reparable Schäden zur Folge.
  • Agenten so zu präparieren, dass sie auch unter Verhör und Folter kein Geheimnis preisgeben.

Es wurde u.a. die Wirkung von LSD, Ketamin, Psilocybin, Hypnose getestet. Auch chirurgische Eingriffe wurden vorgenommen. Einige Versuche machte die CIA an Freiwilligen. Weit mehr Versuche aber an schwarzen Gefängnis-Insassen und Insassen von Psychatrischem Anstalten. Diese wussten meist nichts über das Programm und seine Folgen.

Ein CIA Forscher an MK ULTRA berichtet stolz über die ‘optimale Mischung’: totale Bewusstseins-Kontrolle durch Elektroschocks, LSD und suggestive Texte. Diese bestanden aus Tonband-Aufnahmen mit der Stimme des Probanden und wurden über Kopfhörer vorgespielt. – Na klar: reicht allemal, um einem das Hirn zu grillen.

Insiderbericht zu den CIA-Experimenten

Von einem mir bekannten GI hörte ich folgendes:

Sidney Gottlieb (1918-1999), war von 1953 bis 1964 Direktor des MK-ULTRA Projekts der CIA. Der Schwerpunkt seiner Arbeit waren Experimente mit LSD.

Er war Ende der 60er bei der US Army. Auch in seiner Einheit waren meist Schwarze (er selbst ist weiß, aber das nur am Rande). Sie wurden für einige Wochen in ein Ausbildungs-Camp in der Mojawe Wüste verbracht. Es kam das Gerücht auf, dass das Trinkwasser mit Drogen versetzt wurde. Zeitgleich wurden alle mehrmals geimpft. Angeblich, um sie vor dem fremden Klima zu schützen. 60 % der GI’s mußte ins Lazarett. Von ihnen überlebten nur 25% das Wüstencamp.

Er selbst war einige Wochen krank und litt an Schlafstörung und Halluzinationen. Noch heute lebt er mit den Folgen. Mehr als 30 Jahre danach kann er nur 3 Stunden die Nacht schlafen, hat ein übersensibles Gehör und kann im Dunkeln lesen. Er hört, wenn die Nachbarn 2 Zimmer weiter reden und löscht das Licht, um die Zeitung zu lesen.

Würdest du mit ihm tauschen wollen?

Die CIA zieht die Krallen ein

Was brachten die Experimente bisher?

Mit ihrem Projekt wollte die CIA auch herausfinden, ob systemkritische Intellektuelle durch Drogen zu beeinflussen seien. Zu unfreiwilligen Testpersonen wurden auch Schriftstelle wie Allen Ginsberg und Ken Kesey. Der zuständige Abteilungsleiter Robert Helms formulierte es so:

Die „Materialien sollen dazu beitragen, Individuen zu diskreditieren, ihnen Informationen zu entllocken und ihnen Suggestionen und andere Foremen der Kontrolle ihres Bewusstseins einzupflanzen.“

Doch die durchschlagenden Erfolge blieben aus. Die Folge davon: 1973 wurden alle Akten vernichtet, die Projekte eingestellt. Und die Forschung hatte enorme Umfänge angenommen. Folgende MK Ultra Teilprojekte gab es derzeit:

* insgesamt über 184 Projekte in eigenen Forschungseinrichtungen
* 44 Projekte in Universitäten
* 15 in Stiftungen der Pharmaindustrie
* 12 in Krankenhäusern
* drei in Gefängnissen.

Nachdem ein Senatsausschuss die Vorgänge untersucht hatte, versprach die CIA, so etwas nie wieder zu tun. Und der Senat ist der Senat, weil er diese Absage ernst nahm …
Rückschau. Was brachte MK-ULTRA?

MK-ULTRA war ein Geheimnis und der Hoffnungsträger im Kalten Krieg: So könne man bald jeden Menschen steuern, jede Information rausholen. Sein Zweck war

* die Entwicklung der chemischen Techniken des Gehirnwäsche
* Spionage – nie redet ein Agent schöner, als unter den richtigen Drogen …
* Manipulation der Sinne/ Nerven
* ein sogenanntes Wahrheitsserum zu entwickeln. Dementsprechend wurden verschiedene Substanzen durch den CIA als mögliche „Wahrheitsdrogen“ erforscht. Eines davon ist heute noch bekannt: Ecstasy.

Der Initiator: Dr Gottlieb

Dr Gottlieb war fasziniert von Timothy Leary. Er sah sich gern als Bewusstseinspionier in der Agency. Er spezialisierte sich zuerst auf die Entwicklung tödlicher Giftstoffe. Seine heimlichen Kampfmittel waren entworfen, um unbequeme Führer sauber zu ermorden. Sobald sie den US Interessen feindlich waren. Z.B. Fidel Castro in Kuba, Patrice Lumumba im Kongo, Kassem im Irak.

Nachdem er diese Gifte hergestellt hatte, wandte sich Gottlieb den bewusstseinsändernden Stoffen zu. Zuerst mussten seine Mitarbeiter selbst LSD Tests machen. Irgendwann gab es Bedenken wegen der Gesundheit. Die Testpersonen mussten woanders gesucht werden:

Es folgen LSD Versuche an Gefangenen, Geisteskranken und Prostituierten. Hier wächst MK ULTRA zum Großprojekt; mögliche Fehler lassen sich leicht vertuschen. Dr Gottlieb war angeblich auch die Inspiration für Dr. Strangelove in Stanley Kubriks Film von 1964.
LSD im Trinkwasser?

Man hört es immer wieder, aber anscheinend ist es nur ein Gerücht. MK Ultra, bzw. LSD wurde nicht im Trinkwasser amerikanischer Städte getestet. Man wollte es, aber Langley gab kein grünes Licht.

Obwohl die militärische Dimension auch ‘hoch interessant’ war: Dr. Gottliebs Kollege, General William Creasy, befürwortete LSD im Trinkwasser “feindliche“ Städte als „menschliche“ Alternative zum Einäschern ihrer Einwohner mit thermonuklearen Waffen.

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